[Es war eine Thür, kein Schlüssel dran]
[299]Es war eine Thür, kein Schlüssel dran,
Die Thür ward niemals aufgethan,
Wir brauchten sie gar nicht aufzuthun,
Wir wußten nicht, wozu sie war.
Wir wissen's nun,
Es ward uns klar.
Vom Schlosser ward sie aufgeschlagen,
Um ein Todtes hinauszutragen;
Nicht merkten's, die krank daneben lagen.
Nun, eh' man sie wieder verschloß, o Graus,
Trägt man das zweite Todte hinaus;
Das ist die Unglücksthür im Haus.
Nun sei sie mit Gott geschlossen
Den übrigen Hausgenossen,
Ihr Schlüssel aus Erz gegossen,
Sei abgedreht und versenket,
Wo niemand sein gedenket!