8.
Aus längst vergessnen Augen seh' ich fließen
Viel stillgeweinte Tränen, schwermutreich,
Aus fernen Zeiten seh' ich mich begrüßen
Von scheuen Blicken, Wangen schmerzhaft bleich.
Wagst du denn nicht, zu mir emporzuschauen
Mit deinen himmelblauen Augen, Kind?
Magst du denn nicht dein Leid mir anvertrauen,
Da wir doch beide gleich unglücklich sind?
Wie du, so konnte nur die Tugend weinen,
So treulos konnte nur die Treue sein,
So schuldig konnte nur die Unschuld scheinen,
So töricht nur ein Opfer sich entweihn!