Herren dienst erben nit.

Frawen lieb / herrn gunst / vnd Rosenbletter / verkeren sich wie Aprillen wetter.

Würffel / glück / vnnd federspil / verkeren sich wers mercken wil. Klarem himel vnnd lachenden Herrn sol niemand trawen. Wie der wetterhan auff der kirchen sich mit dem wind wendet / also herren gunst / frawen lieb / würffel / federspil / vnd rosenbletter /verkeren sich mit dem glück vnd wetter. Nimmer nutz / nimmer lieb / Frawen vnd herren sůchen das jr an jren dienern vnnd männern / wer nicht mehr sol / gehört dem schinder. Weil der glück wind gehet / vnnd der karrn auffrecht / sitzt iederman drauff / vnnd fert daher. Weil der Esel tregt / ist er dem Müller lieb / so er nimmer tragen mag / vnnd die kůw kein milch gibt / gibt ers dem schinder / die kůw ann schlegel.

CC-BY-3.0


Rechteinhaber*in
Kolimo+

Zitationsvorschlag für dieses Objekt
TextGrid Repository (2026). Collection 69. Herren dienst erben nit. Herren dienst erben nit. Corpus of Literary Modernity (Kolimo+). Kolimo+. https://hdl.handle.net/21.11113/4jcbv.0