Ein schloß inn lufft bawen.

Das heyßt / wann einer einn handel vnderhanden hat /vnn gedenck ein gantz schloß daran zugwinnen / dichtet ietz schon wie er das schloß bawen wil / vnnd laßt jm ein visierung stellen / bald dorcklet das glück überzwerchs feld herein / daß im dkugel vmbschlegt /vnnd er einn schuß verleurt / vnnd ja die hauptsumm sampt dem schloß můß dahinden lassen. Wie jhene Beuren einn korb voll eyer ghen marckt trůge / Vnd wie sie speculiert was sie mit dem gelt thůn wöll /fellt sie über einn steyn / zerbrach die eyer alle / vnd war jr anschlag schon auß. Das heyßt ein schloß inn lufft gebawet. Ann anschlägen verleurt man am meysten.

Man mag es auch inn geyst deuten / so ist es recht /daß wir vnsere schätz vnnd schloß inn lufft / das ist /in das vnsichtbar bawen / dahin kein dieb / rost /schab / etc. kan. Die vögel so auff erden vmbfladern /werden leicht gefangen / inn lüfften seind sie sicher vnd frei.


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Zitationsvorschlag für diese Edition
TextGrid Repository (2026). Egenolff, Christian. Ein schloß inn lufft bawen. Corpus of Literary Modernity (Kolimo+). https://hdl.handle.net/21.11113/4jcbt.0