Gmach ins Dorff / die bauren seind truncken.

Wer voll vnd truncken ist / der ist seiner sinn [200] vnd vernunfft beraubt / darumb můß man einem vollen mann weichen / biß er den kropff verdawet / vnnd widerumb außgeschlaffen hat / Sonst wo man jm nit weicht / so wirt hader darauß. Wirt nun iemand gschlagen / der hat sein vnehr / nemlich / daß er sich mit vnsinnigen leuten inn zanck begeben hat / Wirt ein voller geschlagen / so ists aber vnehr / dann was ists für ein ehr / einn vnuernünfftigen menschen schlagen? Darumb ist es zuradten / daß man gmach ins Dorff fare /auff daß man die vollen Baurn nit erweck vnd vnsinnig mache / wie man spricht: Eim vollen mann soll ein geladener wagen weichen.

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TextGrid Repository (2026). Collection 69. Gmach ins Dorff - die bauren seind truncken. Gmach ins Dorff - die bauren seind truncken. Corpus of Literary Modernity (Kolimo+). Kolimo+. https://hdl.handle.net/21.11113/4jb8k.0