Henßgen / lerne nicht zuuil / du můst sonst vil thůn.

Es war in Düringen in einer Reichstat ein ehrlicher Burger / wann der sahe daß sich ein knab fein schicket in seiner lernung / vnn stůnde in hoffnung / es würde ein geleerter erfahrner / vnd wolgeschickter mann auß jhm werden / so sagt er: Henßgen / lerne nicht zuuil / du můst sunst zuuil thůn. Wer tüchtig ist / vnd sonderlich zu Hofe / dem legt man alle arbeyt[22] auff / des verschonet man nicht / man treibt jn weil er gehn kan. Wann man nun sihet / daß ein man vil arbeyten můß / vnnd alle händel außrichten / vnd man fragt / Lieber wie kōpts daß der alles thůn můß / so gibt man die antwort / Ey / er hat zuuil gelernet / darumb můß er auch zuuil thůn. Narren solten wol vil thůn / sie habens aber nit gelernet.

CC-BY-3.0


Rechteinhaber*in
Kolimo+

Zitationsvorschlag für dieses Objekt
TextGrid Repository (2026). Collection 69. Henßgen / lerne nicht zuuil - du must sonst vil thun. Henßgen / lerne nicht zuuil - du must sonst vil thun. Corpus of Literary Modernity (Kolimo+). Kolimo+. https://hdl.handle.net/21.11113/4jb8c.0