Es soll keiner fliegen / die federn seien jm dann gewachsen.

Zvm fliegen gehören federn / wie wir an allen fliegenden thiern sehen / die federn vnd flügel haben. Dann durch die federn werden sie hoch erhaben. Also seind das alles federn / dardurch ein mensch fürschub / hülff vnd rathsůcht / vnd holet etwas anzufahen. Es ist aber in disem wort eim ieden / der was fürhat / ein maß vnd zil gesteckt / daß er ja nit höher wöll / dann seine federn leiden mögen. Daß niemand etwas anfahe / das jm zuhoch vnd zuschwer sei / oder das er nit erlangen mög / vnd müß endtlich daruon abstehn mit schanden.

Die Heyden haben die fahr bei der that gezeychnet. Icarus wolte fliegen / vnd ersoff im Meer / Phaeton vnderstůnd sich der Sonnen wagen zufüren / vnd kam zu grossem schaden. Es soll sich keiner des vnderstehn / das er nit künne.

CC-BY-3.0


Rechteinhaber*in
Kolimo+

Zitationsvorschlag für dieses Objekt
TextGrid Repository (2026). Collection 69. Es soll keiner fliegen - die federn seien jm dann gewachsen. Es soll keiner fliegen - die federn seien jm dann gewachsen. Corpus of Literary Modernity (Kolimo+). Kolimo+. https://hdl.handle.net/21.11113/4jb7s.0