Motti
Wir rufen dem kommenden Jahrhundert!
Der Geist des Künstlers wiegt mehr als das Werk seiner Kunst.
J. M. R. Lenz.
Unser Credo. Einleitung von Hermann Conradi
„Die Geister erwachen.“ Hutten.
[I]Wir wissen, das dieser Titel etwas kühn und stolz klingt. Es werden mit der Zeit sogar genug Stimmen laut werden, die ihn anmaßend schelten, womöglich noch härtere Ausdrücke dafür haben. Man wird uns in allen Farben und Tönen, die ganze prismatische Farbenkarte, die ganze Tonscala hinauf und hinunter, „heimleuchten“ und uns unsere Unbescheidenheit, unsere Vermessenheit parlamentarisch und — unparlamentarisch ad oculos demonstriren.
Ob wir aber zerknirscht sein werden?
Ob wir büßen werden in Sack und Asche?
Ich glaube kaum.
Warum auch?
Wir wissen ganz genau, was wir in dieser Anthologie ausgeben.
Wir sind uns, um diesen Punkt hier gleich zu erwähnen, ihrer Schwächen vollkommen bewußt.
Wir machen nicht den Anspruch, Vollkommenes, Makelloses nach Form und Inhalt zu bieten.
Wir begreifen vollkommen, das manches Poem, das wir aufgenommen, nicht originell ist; daß es in tausendmal angestimmte Weisen einfällt; daß es, absolut genommen, vielleicht nicht einmal werthvoll ist.
Und doch erheben wir den Anspruch, endlich die Anthologie geschaffen zu haben, mit der vielleicht wieder eine neue Lyrik anhebt; durch die vielleicht wieder weitere Kreise, die der Kunst untreu geworden, zurückgewonnen und zu neuer, glühaufflammender Begeisterung entzündet werden; und durch die alle die Sänger und Bildner zu uns geführt werden, um mit uns zu Schöpfern einer neuen Lyrik zu werden, die bisher abseits stehen mußten, weil sie kein Organ gefunden, durch das sie zu ihrem Volke in neuen, freien, ungehörten Weisen reden durften, weil nur das Alte, Conventionelle, Bedingte, Unschuldige oder das Frivole, Gemeine, Schmutzige — nie aber das Intime,[II] das Wahre, das Natürliche, das Ursprüngliche, das Große und Begeisternde, offene Ohren und gläubige Herzen findet.
Wir brechen mit den alten, überlieferten Motiven. Wir werfen die abgenutzten Schablonen von uns. Wir singen nicht für die Salons, das Badezimmer, die Spinnstube — wir singen frei und offen, wie es uns um's Herz ist: für den Fürsten im geschmeidefunkelnden Thronsaal wie für den Bettler, der am Wegstein hockt und mit blöden, erloschenen Augen in das verdämmernde Abendroth starrt...
Das ist es ja eben: Wir haben wohl eine Cliquen-, eine Parteilitteratur, aber keine Litteratur, die aus germanischem Wesen herausgeboren, in sich stark und daseinskräftig genug wäre, um für alle Durstigen, mögen sie nun Söhne des Tages oder der Nacht sein, Stätte und Zehrung zu haben. Wir sind eigentlich recht arm. Was sollen wir's uns verhehlen? Scheinbar zeitigt unsere Litteratur fortwährend die edelsten Früchte — wieder und wieder neue Triebe, neue Blüthen, neue Erzeugnisse: aber ist nur der dritte Theil von dem, was — und noch dazu in unabsehbaren Massen! — unsere Poeten schaffen und bilden, auch existenzberechtigt? — Existenzberechtigt, weil es lebenswahr, weil es national, weil es auch wirklich Künstlerwerk ist und nicht fein und sauber polirtes, zierlich gedrechseltes und gefeiltes und bei aller Peinlichkeit doch roh und geistlos gebliebenes Stümperwerk — gleißende, aber in sich morsche und haltlose Fabrikarbeit?
Das ist es ja eben: Unsere Litteratur ist überreich an Romanen, Epen, Dramen — an sauber gegossener, feingeistiger, eleganter, geistreicher Lyrik — — aber sie hat mit wenigen Ausnahmen nichts Großes, Hinreißendes, Imposantes, Majestätisches, nichts Göttliches, das doch zugleich die Spuren reinster, intimster Menschlichkeit an sich trüge! Sie hat nichts Titanisches, nichts Geniales.
Sie zeigt den Menschen nicht mehr in seiner confliktgeschwängerten Gegenstellung zur Natur, zum Fatum, zum Überirdischen. Alles philosophisch Problematische geht ihr ab. Aber auch alles hartkantig Sociale. Alles Urewige und doch zeitlich Moderne. Unsere Lyrik spielt, tändelt. Wie gesagt: mit wenigen Ausnahmen. Zu diesen rechne ich u.A. Dranmor, Lingg, Grosse, Schack, Hamerling. Vor allen Dranmor. Er ist eigentlich der Einzige, der in seinen Dichtungen einen prophetischen, einen confessionellen Klang anschlägt. Bei ihm fließt jede Strophe aus einer ernsten, tiefen, gewaltigen, vulkanischen Dichternatur. Aus ihm spricht ein großartig erhabener Dichtergeist. Dranmor darf mit seiner hinreißenden Intimität, seiner macht- [III]vollen Bildnerkraft, seiner lebendigen Künstlerwahrheit, seiner freien, kosmopolitisch-germanischen Weltanschauung, uns jüngeren Stürmern und Drängern, die wir alles epigonenhafte Schablonenthum über den Haufen werfen wollen, weil in uns ein neuer Geist lebt, wohl Meister und Führer sein.
Aber wir brauchen nicht blindlings seiner Spur zu folgen. Der Geist, der uns treibt zu singen und zu sagen, darf sich sein eigen Bett graben. Denn er ist der Geist wiedererwachter Nationalität. Er ist germanischen Wesens, das all fremden Flitters und Tandes nicht bedarf. Er ist so reich, so tief, so tongewaltig, daß auf unserer Laute alle Weisen anklingen können, wenn er in seiner Unergründlichkeit und Ursprünglichkeit uns ganz beherrscht. Dann werden wir endlich aufhören, lose, leichte, leichtsinnige Schelmenlieder und unwahre Spielmannsweisen zum Besten zu geben — dann wird jener selig-unselige, menschlich-göttliche, gewaltige faustische Drang wieder über uns kommen, der uns all den nichtigen Plunder vergessen läßt; der uns wieder sehgewaltig, welt- und menschengläubig macht; der uns das lustige Faschingskleid vom Leibe reißt und dafür den Flügelmantel der Poeten, des wahren und großen, des allsehenden und allmächtigen Künstlers, um die Glieder schmiegt — den Mantel, der uns aufwärts trägt auf die Bergzinnen, wo das Licht und die Freiheit wohnen, und hinab in die Abgründe, wo die Armen und Heimathlosen kargend und duldend hausen, um sie zu trösten und Balsam auf ihre bluttriefenden Wunden zu legen. Dann werden die Dichter ihrer wahren Mission sich wieder bewußt werden. Hüter und Heger, Führer und Tröster, Pfadfinder und Weggeleiter, Ärzte und Priester der Menschen zu sein. Und vor Allen die, denen ein echtes Lied von der Lippe springt — ein Lied, das in die Herzen einschlägt und zündet; das die Schläfer weckt, die Müden stärkt; die Frevler schreckt, die Schwelger und Wüstlinge von ihren Pfühlen wirft — brandmarkt oder wiedergeboren werden läßt! Vor Allen also die Lyriker!
In dieser Anthologie eint sich ein solcher Stamm von Lyrikern, die sich das Gelübde auferlegt, stets nur dieser höheren, edleren, tieferen Auffassung ihrer Kunst huldigen zu wollen.
Keiner legt sich damit eine Widernatürlichkeit auf — zieht damit ein Moment in sein Schaffen, das seiner Individualität fremd wäre. Schrankenlose, unbedingte Ausbildung ihrer künstlerischen Individualität ist ja die Lebensparole dieser Rebellen und Neuerer. Damit stellen sie sich von vornherein zu gewissen Hauptströmungen des modernen sozialen Lebens in Contrast. Und doch steht der Dichter auch wieder, eben kraft seines Künstler-[IV]thums,über den Dingen — über Sonderinteressen und Parteibestrebungen und repräsentirt somit nur das reine, unverfälschte, weder durch raffinirte Übercultur noch durch paradiesische Culturlosigkeit beeinflußte Menschenthum.
Gleich stark und gleich wahr lebt in Allen, die sich zu diesem Kreise zusammengefunden, das grandiose Protestgefühl gegen Unnatur und Charakterlosigkeit; gegen Ungerechtigkeit und Feigheit, die auf allen Gassen und Märkten gepflegt wird; gegen Heuchelei und Obscurantismus; gegen Dilettantismus in Kunst und Leben; gegen den brutalen Egoismus und erbärmlichen Particularismus, die nirgends ein großes, starkes Gemeingefühl, ein lebendiges Einigkeitsbewußtsein aufkommen lassen!
In mannigfachen Tönen und Farben, bald leiser, bald lauter, bald milder, bald greller, erhebt die Phalanx diese Anklagen. Sie verschleiert und verwässert sie nicht — sie ist sogar so kühn, sie offen und deutlich in ihrem „Credo“ anzudeuten. Ich sage bewußt: anzudeuten.
Denn das „Credo“ soll nicht nur diese Seite der dichterischen Individualitäten bezeichnen — es soll den Modus charakterisiren, in dem die neue Richtung sich ausgiebt: Sie will mit der Wucht, mit der Kraft, mit der Eigenheit und Ursprünglichkeit ihrer Persönlichkeiten eintreten und wirken; sie will sich geben, wie sie leben will: wahr und groß, intim und confessionell. Sie protestirt damit gegen die verblaßten, farblosen, alltäglichen Schablonennaturen, die keinen Funken eigenen Geistes haben und damit kein reiches und wahrhaft verinnerlichtes Seelenleben führen. Sie will die Zeit der „großen Seelen und tiefen Gefühle“ wieder begründen.
Darum hat diese neue Anthologie nicht nur einen litterarischen — sie hat einen culturellen Werth!
Und darum ist sie in sich und durch sich lebenskräftig, mögen ihr auch verschiedene Schwächen anhaften, die später getilgt werden können.
Charles Bandelaire sagt: „Tout homme bien portant peut se passer de manger pendant deux jours; de poésie — jamais!“
Ist unsere Lyrik wieder wahr, groß, starkgeistig, gewaltig geworden, dann werden die Gesunden und Kranken wieder zu ihren Quellen pilgern.
Dann wird Bandelaire's „de poésie jamais!“ zur lauteren Wahrheit werden! — „Groß ist die Wahrheit und übergewaltig.“
Wir siegen, wenn wir dieses Wort nicht vergessen.
Und wir werden es nicht vergessen!
Berlin, November
Hermann Conradi.
Die neue Lyrik. Einleitung von Karl Henckell
[V]Freudigen Herzens spreche ich der folgenden Sammlung jüngster Lyrik ein Wort des Geleites. Freilich — sie muß und wird für sich selbst sprechen, doch ist es in diesem Falle nicht nur nicht überflüssig, sondern sogar geboten, Wesen und Absicht des Dargebrachten etwas eingehender zu beleuchten. Denn nicht eine neue Anthologie nach tausend anderen schleudern wir in die Welt, die ebenso, wie jene, der buchhändlerischen Speculation dienen und sich vielleicht nur durch Titel und Auswahl von ihren Vorgängerinnen unterscheiden würde, nein, unser Zweck ist ein anderer, höherer, rein ideeller. Die „Dichtercharaktere“ sind — sagen wir es kurz heraus — bestimmt, direkt in die Entwickelung der modernen deutschen Lyrik einzugreifen. Was das heißt, sei für weitere Kreise kurz erörtert.
Moderne deutsche Lyrik — wer nennt mir drei andere Worte unserer Sprache, bei denen eine gleich tiefe Kluft gähnt zwischen dem wahren Sinne derselben und dem Dinge, zu dessen Bezeichnung sie herabgesunken sind? In Wahrheit, es ist ein trauriges Bekenntniß, aber wir haben in den letzten Dezennien weder eine moderne, noch eine deutsche, noch über haupt eine Lyrik besessen, die dieses heiligen Namens der ursprünglichsten, elementarsten und reinsten aller Dichtungsarten nur entfernt würdig wäre. Wie auf allen übrigen Gebieten der Poesie ohne Ausnahme hat auch auf dem der Lyrik der Dilettantismus jeder Form das unrühmliche Scepter erobert. Und zwar hat der feine, geschickte und gebildete Dilettantismus wirklich oligarchisch geherrscht und thut es noch, während sich sein gröberer, ungeschickter und ungeschliffener Mitsproß mehr denn je raupenartig fortgepflanzt hat und unheimlich wimmelnd das ganze liebe deutsche Land von Morgen bis gen Abend unsicher macht. Der Dilettantismus erster Sorte ist der wirklich gefährliche, denn weil er herrscht und sich für wahre Kunst ausgiebt, verbildet er den Geschmack des Publikums, das ihm blind dient, und untergräbt das Verständniß echter [VI]Poesie, ohne welches die Cultur eines Volkes nichts als Narrethei und Lumperei ist. Der feine Dilettantismus besticht und betrügt, denn er ist eitel Phrase und Schein. Er gebraucht bunte und leuchtende Tünche, denn sein Material ist wurmstichig, urväteralt und überall löcherig wie faules Holz. Er stinkt auch nicht wie der gemeine Dilettantismus, sondern er hat Parfüm. Er ist ein getreues Abbild der Toilette seiner Zeit. Ja, liebes Publikum, die anerkanntesten und berühmtesten Dichter unserer Zeit, die vortrefflichsten und bedeutendsten Autoren, wie die kritischen Preßwürmer sie zu bespeicheln pflegen, sind nichts weiter als lyrische Dilettanten!
Von einem Phrasendrescher und Reimpolterer, wie Albert Träger, ließest du dich übertölpeln und machtest seinem Verleger — Gott sei's geklagt! — bald an die zwanzig Auflagen möglich, und dem gewandten Versifex Julius Wolff, der sein glattes Persönchen malerisch in das bunte Costüm des fahrenden Sängers gehüllt hat und seine Leier ohn' Erbarmen malträtirt wie ein kleiner Bengel sein Glasklavier, küssest du achtungsvoll und entzückt die schreibseligen Fingerlein. Der liebenswürdige Mann amüsirt dich ja auch so gut und schmeichelt deiner geistigen Faulheit, wie solltest du ihm nicht von Herzen dankbar sein? Das ein Dichter begeistern, hinreißen, mit ein paar herrlichen aus den unergründlichen Tiefen einer geistes-und ideentrunkenen Seele hervorströmenden Worten dich machtvoll zu erhabener Andacht zwingen und dir süßmahnend gebieten soll, dich zu beugen vor der Urkraft, die in ihm wirkt und schafft, wer in aller Welt hat dich jemals darauf aufmerksam gemacht? Der Berliner Journalist Paul Lindau jedenfalls nicht, und auf diesen Mann der Gegenwart schwörst du doch in Nord und Süd unseres theuren deutschen Vaterlandes? Oder darf ich mich verbessern und sagen: hast du geschworen? Ist es wahr, daß die Reue in dein allzu ausgetrocknetes Herz eingekehrt ist und daß du endlich, endlich einsiehst, wie der Witz — nach Schillers Wort — auf ewig mit dem Schönen Krieg führt, und wie ein Mann, der fähig ist, die glühender Lava gleichenden, und ganz naturgemäß auch Schlacke mit sich führenden Jugenderuptionen des erhabensten und heiligsten Dichters seines Volkes behufs Verwerthung seines Witzes zu verhöhnen, wie ein solcher Mann — Schmach über ihn! — nie und nimmer die Führer auf den Pfaden der Dichtkunst und Litteratur sein und bleiben darf? Nun so wollen wir denn darauf vertrauen, daß die Herrschaft der blasirten Schwätzer, der Witzbolde, Macher und litterarischen Spekulanten, die der materialistische Sudelkessel der siebziger Jahre als Schaumblasen in die Höhe getrieben hat, ein für alle mal vernichtet und gebrochen sei, wir wollen vertrauen auf die [VII] unzerstörbare Empfänglichkeit unseres Volkes für alles wahrhaft Große, Schöne und Gute, und in diesem Sinne mit dem Pfunde, das uns verliehen, zu wirken und zu wuchern streben. Wir, das heißt die junge Generation des erneuten, geeinten und großen Vaterlandes, wollen, daß die Poesie wiederum ein Heiligthum werde, zu dessen geweihter Stätte das Volk wallfahrtet, um mit tiefster Seele aus dem Born des Ewigen zu schlürfen und erquickt, geleitet und erhoben zu der Erfüllung seines menschheitlichen Berufes zurückzukehren, wir wollen uns von ganzem Herzen und von ganzer Seele der Kunst ergeben, deren Triebkraft in uns gelegt, und wollen unsere nach bestem Können gebildete und veredelte Persönlichkeit rücksichtslos, wahr und uneingeschränkt zum Ausdruck bringen. Wir wollen, mit einem Worte, dahin streben, Charaktere zu sein. Dann werden wir auch des Lohnes nicht ermangeln, den wir ersehnen: eine Poesie, also auch eine Lyrik zu gebären, die, durchtränkt von dem Lebensstrome der Zeit und der Nation, ein charakteristisch verkörpertes Abbild alles Leidens, Sehnens, Strebens und Kämpfens unserer Epoche darstellt, und soll sein ein prophetischer Gesang und ein jauchzender Morgenweckruf der siegenden und befreienden Zukunft.
... Unsere Anthologie soll sich, wenn irgend möglich, zu einem dauernden Jahrbuch gestalten, das sich aus schwachen Anfängen zu immer größerer Bedeutung entwickeln möge. Die Idee dieses jüngsten Eröffnungsbandes ist schnell entstanden und ebenso schnell durch die thatkräftige und opferwillige Liberalität unseres Freundes und Dichtgenossen Wilhelm Arent in's Leben gerufen worden; die große Eile, mit der wir vorgehen mußten, um das Werk noch vor Weihnachten herauszubringen, möge es entschuldigen, wenn die Vollständigkeit, Vielseitigkeit und Auswahl noch nicht ganz nach Wunsch ausgefallen. Der Weg zur Vollendung ist eben schwer, und der Herausgeber würde vollkommen befriedigt sein, wenn von Seiten der guten und verständnißvoll Urtheilenden anerkannt würde, daß die ersten Schritte, die auf dem Wege geschehen, keine „verlorene Liebesmühe“ gewesen sind. Noch manchen der Jüngeren hätten wir gern geladen, aber die Frist war zu kurz; immerhin hoffen wir, daß es ersichtlich wird: auf den Dichtern des Kreises, den dieses Buch vereint, beruht die Litteratur, die Poesie der Zukunft, und wir meinen, eine bedeutsame Litteratur, eine große Poesie...
Hannover, Mitte November
Karl Henckell.
Des Jahrhunderts verlorene Kinder
[1]Weihestunde
Fragment
[3]Im wallenden Äther
Abenddämmern
Süße Gottestrunkenheit
Verrauscht
Thaufrischer Mai
Das Ziel
Zum Ort des Todes...
[7]Weicht von mir...
Im Zecherkreis
[8]Fragment
Nie wieder...
Kind aus dem Volke
Frühlingsandacht
Zum Eingang
An ***
Strahlen wie Sterne duftig klar...
Componirt
[12]O lass' mich küssen dein Gewand...
Seh' ich dein Aug' in Starrheit süß verloren...
[13]Meine Gottheit bist du in Ewigkeit
Fragment
Die Heilige, Einzige, Göttliche
Meiner Seele Seele
À la Makart
À la Gabriel Max
Mondnachtzauber
Fata morgana
Fieberglut
[24]Dichterstolz
[25]Notturno
Gebet
[27]Die Todtenuhr
Von Liebe etwas
Hohe Minne
An die Prinzessin ***
[30]Capriccio
Hadrian
[31]Ein goldner Kaisertraum
[32]Gralworte
Atlantis
Pallas lunatica
Omphale
[37]Ixion
Audiatur et altera pars.
Kaiser Nero
[44]Gewitter
1876
[46]Die heilige Elisabeth
1879
Abschied
1880
[49]In der Osternacht
1881
Champagnertropfen
1881
[54]Auf der Fahrt nach Berlin
1882
Am Morgen
1884
Dunkle Stunden
Zu Gott!
1884
Der Seele Tod
1884
[66]Hört ihr es nicht? ...
1884
[67]Anna
[69]Nachtwache
1884
In der Einsamkeit
1884
[72]Lebensergebniß
[76]Loos
[77]Menschenopfer
[78]Entschluß
[79]Wolkenbild
Am Morgen
[80]Mein Nachbar
[81]Pythagoras
Lied der Klotho
Das lesende Kind
Frühlingsgebet
Ade!
Nach dem Strike
Blüthenregen
Den Deutschen in Österreich
Pygmäen
[91]„Licht den Lebendigen!“
[92]Empörung
Müde
Purgatorio
Verlassen!
Das verlorene Paradies
[98]Hast du des Daseins...
Wiedergeburt
[100]Anathem!
Was gestern noch geblühet...
Das war ein lust'ges Feiern...
Entlarvung
Wie ist der Tag so weit...
Todtensang
Es liegt die Welt in Sünden
Osterpsalm
Sang der Lebendigen
[111]Gebet an den Sturm
[113]Gloria
Der Bettler
Genrebilder
Der Spielmann
Genrebilder
Visionen
I.
II.
Melpomene
Genrebilder
[122]Dem Gott der Schönheit
[124]Gesicht
Sehnsucht
[128]Christus-Prometheus
Memnons Lied
Felsenmeer
Maria
[133]Sühne
Sonett
Herbstgefühl
Osterbitte
[136]Frühling
(Frühling 1884)
I.
II.
Samstagsidyll
1884
Berliner Schnitzel
I.
II.
III.
IV.
V.
VI.
VII.
VIII.
[150]IX.
Ein Tagebuchblatt
1885
Ein Bild
1884
Ein Andres
1884
Meine Nachbarschaft
1884
[157]Von Ewigkeit zu Ewigkeit
[159]Spruch
[163]Aus den „Italischen Liedern“
Gebet
Wechsel der Welt
Für die Zukunft
Aus den „Elsässischen Liedern“
An die oberen Zehntausend
Gedankenflüge
Das Lied der Menschheit
Vorgesang
1883
[171]Diese Dichtung bildet den Vorgesang zu einem Epos: „Das Lied der Menschheit“, das in einer Reihe von ideal zusammenhängenden Gesängen, deren jeder eine in sich abgeschlossene Erzählung umfaßt, die Entwicklung der Menschheit von ihren ersten Anfängen bis zur Gegenwart herauf, darstellt.
Müde
1882
[179]Alleins
1881
Fluch diesem Leibe
1880
[180]An das 20. Jahrhundert
1878
Die letzte Nacht
1874
Gott
1884
[186]Meinem Bruder Julius
1880
Cäcilie
1883
Abendgang zur Geliebten
1884
Märznacht
1884
Wacht auf
1876
Gespräch mit dem Tode
1884
[194]Ich:
Er:
Ich:
Er:
Ich:
Er:
Ich:
Er:
Ich:
Er:
Ich:
Er:
Ich:
Er:
Ich:
Er:
Ich:
Er:
Ich:
Er:
Ich:
Er:
Ich:
Eingang
[197]Das Lied
[198]Morgenandacht
[199]Manfred
Komm Bruder Manfred...
[200]Frage
O schilt mich nicht...
Opferdampf stieg...
[201]Alte Zeiten...
[202]Es lebt ein Gott...
Sträuben sollen wir uns...
Schuld und Schicksal...
Wohin Du horchst...
Weiße Rose
Im Himmel
[207]Frühlingsmorgen
Andacht
Es tagt...
Messiaspsalmen
[211]I.
II.
III.
IV.
Tarantella
[217]Wie liegt die Welt...
Übermuth an allen Ecken...
Warum nur mich?
Begegnung
[224]Wahn und Wirklichkeit
Zu spät
[226]Erwachen
[227]Der nur kann sich wissend nennen...
Abend im Prater
[228]Frühling
Schlummerlied
Abschied
Hätt ich wollen sein ein Weiser
Flucht
Kein Ende
Das All
[235]Märchenglaube
An meine Mutter
[236]Der Arme
Die welke Rose
Sphinx
Sie
[239]Allvaters Anrufung
(Deutsch-Österreichisch)
[240]Daniel in der Löwengrube
Homer
Das Hexenlied
Der Emir und sein Roß
Die todten Götter
[257]Vom Brüderlein und Schwesterlein
Kornmuhme
Das Butterbrod
Die Rosen von Florenz
[263]Auf der Piazza Michelangelo
[264]Psalm der Trauer
[265]Resignation
Aus der Ferne
Psalm der Freude
[268]Riesenprügelei
[269]In vollen Zügen
[271]Gebet
Natur
Poet. Skizzenbuch
[273]So leb' denn wohl, du Stätte —
Sonnenlied
Genius
Der Väter werth
[277]Morgengruß
[278]Berliner Abendbild
Das Lied vom Arbeiter
Wunsch
Gott segne dich
Wir
Schwankend ragen...
Gebet
[285]Reif ist die Frucht und muß geschnitten sein
[286]Psalm
Meiner Mutter
Ruhe, meine Seele!
Es ist ein Kampf...
Das Forsthaus in den Vogesen
[291]Nachtrag zu Seite 193
Erinnerung
[A1]Phaëton
Bei der Hexe von Endor
[A3]Der Geist Samuels:
Saul:
Davids Psalmen
[A4]I.
II.
III.
Weisheit des Orients
I.
II.
III.
IV.
V.
VI.
[A9]VII.
VIII.
IX.
X.
[2]„Schatten“ und „Nacht“, die schwarzen Reichs-Banner des Kalifen.
Unrast
Dichtermission
Schutzengel
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- TextGrid Repository (2024). The Beginnings of German Modern Poetry Corpus. Moderne Dichter-Charaktere, hrsg. von Wilhelm Arent. Mit Einleitungen von Hermann Conradi und Karl Henckell. Leipzig 1885.. Moderne Dichter-Charaktere, hrsg. von Wilhelm Arent. Mit Einleitungen von Hermann Conradi und Karl Henckell. Leipzig 1885.. The Beginnings of German Modern Poetry Corpus. The Beginnings of Modern Poetry Project. https://hdl.handle.net/21.11113/0000-0014-43EE-3